Motto:

Ich bin zu dem geworden, was mich ausmacht,
durch das, was ich erlebt habe
Die eigene Lebensgeschichte verstehen
und Ressourcen erarbeiten

Worum es in der Traumatherapie geht:

Das Leben bringt die verschiedensten Ereignisse mit sich. Die einen werden als gut und bereichernd erlebt, die anderen als hart und schwer- und manchmal ist es so,  dass das Erlebte die eigenen Kräfte übersteigt. Dazwischen gibt es viele Abstufungen und Tönungen.
Nach traumatisierenden Ereignissen, kann es geschehen, dass es keine Abstufungen und Tönungen, die das Leben so reich machen, mehr gibt. Das Leben danach wird wie durch eine trennende Wand, zwischen sich selbst und  der Welt erlebt. Dadurch können neue Erfahrungen in ihrem Reichtum nicht mehr erlebt und wahrgenommen werden.
Alles spätere Erleben ist dann von diesem einen, als nicht mehr verarbeitbar empfundenen Erlebnis beeinträchtigt- die Realität besserer Zeiten in der Vergangenheit, ist ebenso davon überschattet.
Vor der Traumabearbeitung machen wir uns deshalb daran, uns den guten und bereichernden Erlebnissen der Vergangenheit zu zuwenden, so wie sie damals erlebt wurden, so dass sie ihre ursprüngliche Bedeutung wieder erhalten. Diese Erlebnisse sind Ressourcen, die keiner mehr nehmen kann und sie sind real, auch wenn der Zugang dahin durch ein traumatisierendes Ereignis blockiert wurde. Wenn der emotionale Zugang zu den positiven Ereignissen der Vergangenheit wieder zugänglich ist,  kann daraus neue Kraft geschöpft werden und positive Energien kommen wieder ins Fließen. Das Leben kann wieder in seinem Reichtum erlebt werden.
Erst wenn dieser Lebensfluss wieder ins Strömen gekommen ist, kann die Traumabearbeitung stattfinden. Erst dann, sind die Ressourcen zugänglich, die dafür benötigt werden. Aber dann ist man als Betroffene/Betroffener auch dazu in der Lage, das belastende Ereignis anzuschauen und zu bearbeiten, so dass das belastende Ereignis einen Abschluss finden und befriedet werden kann.
Die Zukunft kann wieder als offen und selbstbestimmt gestaltbar gesehen und erlebt werden.  

Was wir erlebten, prägt unseren Lebensweg und unsere Persönlichkeit. Es macht uns zu dem, was wir heute sind. Überstandene Krisen können besonders wichtige Ressourcen entstehen lassen, die uns davor nicht zugänglich waren.
Ganzheitlich ist es wichtig, dass kein Erlebnis aus der eigenen Lebensgeschichte abgespalten wird. Jedes abgespaltenen Ereignis hindert daran, uns als ganzen Menschen zu empfinden.
Darum ist das Ziel in der Traumatherapie alles, was zur eigenen Lebensgeschichte gehört, zu integrieren.

Mein beruflicher Werdegang:

Viele Jahre arbeitete ich in einer anthroposophischen Lebensgemeinschft für Menschen mit den verschiedensten Behinderungen, in Wohngruppe, Schule und Heim, sowie im Freizeitbereich und mit Bühnentätigkeit als Eurythmistin. Ein paar Jahre davon trug ich die Verantwortung  als Vorstandsmitglied mit.
Durch diese Tätigkeiten, auf den verschiedenen Ebenen, begann ich mich immer mehr für Motive, Reaktionsweisen und die Entstehungsweisen von Konflikten zu interessieren. Ich machte viele Fort- und Weiterbildungen im psychologischen, heilpädagogischen und tanztherapeutischen Bereich und in Mediation.
Später wechselte ich in die Jugendhilfe und war im Heim, aber auch ambulant tätig. Damit kam ich immer mehr mit den Fragen, warum Entwicklungen ins Stocken geraten können und was am Weitergehen hindert, in Berührung. Seither beschäftige ich mich intensiv mit der Trauma- und Stressforschung und Methoden, wie ich da lösungsorientiert unterstützen kann.
Diese Beschäftigung hat mir selbst den Mut gegeben den Schritt zu wagen, eine eigene Praxis in Bernkastel zu eröffnen.
Mir ist es wichtig, auf meine Klientinnen und Klienten individuell einzugehen und mit keinem festen Konzept und Rezept zu arbeiten, sondern das, was mir entgegenkommt, aufzugreifen und damit zu umzugehen.
Methodensicherheit ist wichtig und unverzichtbar, aber wenn die Klientin/der Klient den Eindruck hat, es geht nur um die Methode und nicht um sie/ihn, mit dem eigenen Anliegen, kann nicht wirklich unterstützt werden. Dazu gehört für mich auch vor den mitgebrachten Themen keine Furcht zu haben.
Fürchte ich mich vor den Themen oder möchte ich eine Methode durchsetzen, dann geht es immer nur um mich selbst und mein eigenes Anliegen. Das ist in dem Moment, wenn ich mit Menschen arbeite, für das Gegenüber nicht hilfreich.

Meine Ausbildungen:

  • Eurythmieausbildung in Alfter und Nürnberg, verschiedene tanztherapeutische Fortbildungen
  • Heilpädagogin, anthroposophische Fachschule in Bad Boll, mit staatlicher Anerkennung; Fortbildungen zum Thema sexueller Missbrauch,
  • Traumapädagogik, Traumaassistenz, Ausbilderin für ErzieherInnen und HeilpädagogInnen
  • Heilpraktikerin für Psychotherapie, mit Kursen an der Paracelsus Schule in Stuttgart , an der Akademie in Wuppertal und Vaihingen/Enz, Prüfung beim Gesundheitsamt in Heilbronn, 2007
  • Zertifizierung zur Mediatorin an der Akademie Vaihingen/Enz
  • Brainjoin Akademie Hamburg: Neuroimagination® und Gewalt- Krise- Trauma- Coaching®. An dem Zertifizierungssystem nehme ich seit 11/2016 nicht mehr teil, deshalb endet meine Zertifizierung damit.
  • Seit Oktober 2016  in Ausbildung zur EFT- Therapeutin, die voraussichtlich bis November 2017 geht.

Da jeder Mensch etwas anderes braucht und auf Verschiedenes anspricht, arbeite ich mit verschiedenen Methoden und Ansätzen.