Herzlich Willkommen

Viele Menschen machen die Erfahrung, dass es einerseits gut tut, sich etwas von der Seele zu reden, andererseits passiert es aber leicht, dass das ständige Wiederholen dazu führt, mit den Gefühlen plötzlich wieder ganz tief da drin zu stecken, wovon gerade erzählt wird.

Das ist wenig hilfreich und deshalb geht es in meiner Praxis darum, die Belastungen zu würdigen und ihnen einen Raum zu geben, aber mit Methoden, die dazu führen, dass Alles, was vielleicht schwer und belastend war, nicht immer wieder neu durchlebt werden muss, sondern ein Abstand dazu geschaffen wird.

Alles, was in der Vergangenheit liegt, das ist vorbei. Ist ein Mensch durch ein Ereignis traumatisiert,  kann er dieses nicht als „vorbei“ erleben, sondern wird ständig neu von dem Ereignis überflutet, als würde es jetzt gerade geschehen.
Das ist nicht verwunderlich. Niemand, der so ein ständiges neu Durchleben eines längst vergangenes Ereignis, durchmacht, muss denken, er bzw. sie sei verrückt.
Die Gehirnforschung hat in den letzten Jahre viele Entdeckungen gemacht und es wurde festgestellt, dass wenn ein Mensch ein oder mehrere traumatisierende Ereignisse erlebt, in dem Moment des Ereignisses ein Teil des Gehirnes anspringt, der für das Überleben notwendig ist, wodurch die lebenswichtigen Funktionen, wie die Atmung, der Rhythmus des Herzens usw. reguliert werden. Dies alles wird vom Gehirn gelenkt und es wäre wenig hilfreich, wenn wir erst einmal darüber nachdenken müssten, dass die überlebenswichtigen Lebensfunktionen ihre Aufgaben vollbringen. Ebenso für das Überleben notwendig sind Reflexhandlungen, wenn wir ganz schnell auf ein unerwartetes oder bedrohliches Ereignis reagieren, ohne darüber nachzudenken, weil da gar keine Zeit ist, erst einmal einen Plan zu entwickeln. Dabei werden die Gefäße verengt und der Atem beschleunigt sich, der ganze Körper ist flucht- oder kampfbereit. Normalerweise reguliert sich die Atmung usw. nach einem „Schreck“ wieder, geschieht es aber, dass eine ganz große Hilflosigkeit oder ein totales Ausgeliefertsein erlebt wird, kann es geschehen, dass der ganze Mensch aus diesem Belastungserleben nicht mehr heraus kommt. Körperlich bedeutet das, dass der Blutdruck erhöht, die Atmung flach ist, die Verdauung gestört und der Schlaf beeinträchtigt sein kann usw.. Das Denken kehrt immer zu dem Ereignis zurück, weshalb die Fähigkeit andere Inhalte aufzunehmen oder willentlich etwas anderes denken zu wollen, eingeschränkt ist. Das Leben ist dadurch furchtbar anstrengend und es ist so, wie wenn das traumatisierende Ereignis nie aufhören würde.

Aus dem Grund ist es auch nicht hilfreich, das Erlebnis immer wieder in aller Gefühlsintensität zu wiederholen. Es muss ganz neu gelernt werden, dass das Ereignis ja vorbei ist und dass man sich jetzt in Sicherheit befindet. Aber es kann nicht einfach gelernt werden, indem man es sich vorsagt. Es kommt darauf an, dass dieses erlebt und empfunden werden kann. Dabei ist es wichtig, dass der Teil des Gehirns, der ständig überreizt ist, mit dem Teil des Gehirnes wieder besser vernetzt wird, der die Dinge wie von außen betrachten und distanzieren kann. Erst wenn etwas nicht mehr immer neu aktiv durchlebt werden muss, findet es einen Abschluss und kann als vergangenes Ereignis abgespeichert werden.Erst wenn ein Ereignis als vergangen abgespeichert ist, hört es auf, unkontrolliert immer neu alles zu überfluten.
Es gibt hilfreiche Methoden, dieses zu unterstützen.
Vor allem ist es wichtig, die eigenen inneren Quellen wieder zu aktivieren, die durch die nachfolgenden Ereignisse verschüttet wurden.
Daran möchte ich mit Ihnen arbeiten.

Ein Heilsversprechen kann ich allerdings nicht abgeben.

 

Termine nach telefonischer Vereinbarung.
Diese finden in der Regel in der Praxis statt, für Menschen, die aus irgendwelchen Gründen nicht kommen können, biete ich in bestimmten Situationen auch Hausbesuche an.

 

Motto:

Ich bin zu dem geworden, was mich ausmacht, durch das, was ich erlebt habe.

Die eigene Lebensgeschichte verstehen und Ressourcen erarbeiten.